Rheumafaktor (RF), Code: 5432

Material Serum
Methode Turbidimetrie
Mindestmenge 1,0 mL
Ansatztage täglich
Normbereich
< bis 40 U/ml
Indikation Arthralgie, Polyarthritis, Hand, Polyarthritis, symmetrische, Rheumatoide Arthritis, Morgensteifigkeit, Rheumaknoten, Händedruck, schmerzhafter
Bemerkung Der Rheumafaktor ist nicht spezfifisch für die Rheumatoide Arthritis, zudem tritt er bei dieser nur in 70 - 80 % der Fälle auf. Prävalenzen bei Gesunden und anderen Erkrankungen:

- Gesunde unter 60 Jahren 1 - 4 %, Gesunde über 60 Jahren 5 - 12 %
- primäres Sjögren-Syndrom 55 %, systemischer Lupus erythematodes 15 - 35 %, Sklerodermie 20 - 30 %, MCTD 50 - 60 %, Polymyositis 25 %, Wegener-Granulomatose 5 - 20 %
- Kryoglobulinämie Typ II: bis 10 %
- chronische Hepatitis und primär biliäre Cirrhose: 15 - 70 %
- Endocarditis lenta 25 - 60 %
- virale Infekte 15 - 65 %, bakterielle Infekte 5 - 60 %, Parasitosen 20 - 90 %, Lues 1 - 15 %, Tuberkulose 15 %
- Sarkoidose 5 - 30 %
- Tumoren 5 - 25 %

Rheumafaktoren können Jahre vor Ausbruch der Krankheit nachweisbar werden. RF-positive Gesunde haben ein 5 - 40 Mal erhöhtes Risiko an Rheumatoider Arthritis zu erkranken als RF-negative Gesunde. Rheumafaktoren geben nur eingeschränkt Krankheits- und Therapieverlauf wieder. Dennoch sind hohe Konzentrationen mit extraartikulären Manifestationen und schneller Progression der Gelenkzerstörung assoziiert. Das sekundäre Sjögren-Syndrom ist häufiger nachweisbar.
Fremdversand Nein
Letzte Aktualisierung 17.11.2015